Sandstein-Skulpturen-Pfad


Sandstein-Skulpturen-Pfad

Die Bürgerstiftung plant einen zwölf Kilometer langen Pfad mit Skulpturen aus Bentheimer Sandstein durch Bad Bentheim und Gildehaus. Der Pfad ist zeitlich zurückgestellt; ein Teil des Projekts, das Batavia Portal, wurde am 7. Oktober 2023 im Schlosspark eröffnet.

Auf einen Blick

  • Zeitraum: seit Januar 2015
  • Ort: Bad Bentheim und Gildehaus
  • Aufgabenfeld: Brauchtum und Heimat
  • Geplant: Pfad von 12 km Länge mit Skulpturen aus Bentheimer Sandstein an 8 Standorten
  • Beteiligt: Stadt Bad Bentheim, Touristinformation, Freunde des Bentheimer Sandsteins, VVV Gildehaus, VKV Bad Bentheim, TU Darmstadt (beim Batavia Portal)
  • Stand: Pfad zeitlich zurückgestellt, Batavia Portal am 7. Oktober 2023 eröffnet

Worum geht es?

Die Bürgerstiftung plant, in der Stadt Bad Bentheim – unter Einbeziehung des Ortsteils Gildehaus – einen 12 km langen Sandstein-Skulpturen-Pfad zu entwickeln. Auf dem Pfad sollen an insgesamt 8 Standorten Skulpturen aus Bentheimer Sandstein aufgestellt werden. Er soll an den vorhandenen Skulpturenpfad in der Innenstadt anknüpfen und es Besucherinnen und Besuchern ermöglichen, Natur und Kunst als sich harmonisch ergänzende Phänomene zu erleben – vor dem Hintergrund der eindrucksvollen Geschichte der Stadt als Lieferantin von Sandstein, der als Material für eine Vielzahl berühmter historischer Bauwerke vornehmlich in Norddeutschland und den Niederlanden diente.

Die geplanten Sandsteinarbeiten sollen einem hohen künstlerischen Anspruch genügen – in Anlehnung an die aus dem 11. Jahrhundert stammende Sandsteinfigur „Herrgott von Bentheim“, die heute in der Katharinenkirche der Burg Bentheim zu bewundern ist. Um diesen Anspruch sicherzustellen, erfolgt die Auswahl der Künstlerinnen und Künstler durch eine qualifizierte Jury, bestehend aus namhaften Persönlichkeiten aus der Welt der Kunst. Die ausgewählten Bildhauer sind völlig frei in der Gestaltung der von ihnen zu schaffenden Werke, allerdings mit der Maßgabe: Die Werke sollen die am jeweiligen Standort vorgefundenen Gegebenheiten von Natur, Bauwerken und Historie in einen sinnvollen Zusammenhang bringen.

Was wurde erreicht?

Am 5. März 2015 stellte die Stiftung das Vorhaben in einer öffentlichen Veranstaltung im Hotel Berkemeyer vor und sammelte Anregungen aus der Bürgerschaft. Später legte sie gemeinsam mit der Touristinformation die Route fest. Die Stadt stellte für 2018 und 2019 jeweils 15.000 € in ihren Haushalt ein.

Weil Anträge auf Fördermittel nicht im nötigen Umfang bewilligt wurden, hat der Vorstand den Pfad zeitlich zurückgestellt und das Batavia Portal vorgezogen. Das Portal wurde am 7. Oktober 2023 im Bad Bentheimer Schlosspark eröffnet. Zum Batavia Portal gibt es eine eigene Projektseite mit weiteren Informationen.

Grundsatzbeschluss des Vorstands

Hinweis: Die Angaben zur Finanzierung und zum Standort stammen aus der Planungsphase. Den aktuellen Stand zum Batavia Portal finden Sie auf dessen Projektseite.

Der Vorstand der Bürgerstiftung hat in einem Grundsatzbeschluss folgende Entscheidung gefasst: Der Sandsteinskulpturenpfad muss als Projekt der Bürgerstiftung zeitlich zurückgestellt werden, da entsprechende Anträge auf finanzielle Fördermittel nicht im notwendigen Umfang positiv beschieden wurden. Daher wird beschlossen, das Projekt „Batavia Portal“ zeitlich vorzuziehen und vorrangig zu bearbeiten, weil die Erfolgsaussichten für die Finanzierung und Realisierung besser zu sein scheinen.

Im Laufe des Jahres haben wir erkannt, dass das Batavia Portal eine attraktive Werbung sein könnte für unser „Bentheimer Gold“. Im Februar 2018 haben wir die TU Darmstadt besucht. Dort arbeiten Wissenschaftler am Projekt „Sandstein als globales Kulturgut“. Im Rahmen des Projektes haben sie mittels Fotogrammetrie mehrere Fassaden, die aus Bentheimer bzw. Oberkirchener Sandstein erbaut wurden, aufgenommen, dokumentiert und ausgewertet. Ziel war es, Indizien für eine Art Vorfabrikation und Modulbauweise in vorindustrieller Zeit zu finden.

Aus diesen photogrammetrischen Daten wurden im Anschluss digitale 3D-Computerdateien der Steinfassaden mit Einzelsteinen erstellt. Dieses Verfahren wurde auch für das Sandsteinportal der Batavia angewendet, wodurch man ein maßstabgetreues, steingerechtes, digitales 1:1-3D-Computermodell des Portals mit den Einzelsteinen erhalten kann. Es wäre auch möglich, mittels dieser digitalen 3D-Computerdatei eine Replik des Portals im 3D-Druckverfahren zu erstellen oder die Steine maschinell auszufräsen. Wir stehen weiter in engem Kontakt mit der TU für die 1:1-Umsetzung.

Beim Bürgerbrunch haben wir einen informativen Flyer verteilt mit der kühnen Aufforderung: „Holen wir das Batavia Portal nach Bad Bentheim“. Wir haben die Bürger aufgefordert, sich Gedanken zu machen, wo das Portal stehen könnte, und haben viel Echo erhalten. Bei diesem Projekt arbeiten wir mit der Stadt Bad Bentheim zusammen. Mit einer Folie in Originalgröße des Portals möchten wir den optimalen Standort finden. Nach Festlegung des optimalen Standortes könnte eine Förderung aus dem für das Programm „Zukunft Stadtgrün“ zur Verfügung stehenden städtischen Budget, also mit zwei Dritteln Zuschüssen von Bund und Land, politisch beschlossen werden. Hilfreich wäre es insoweit, wenn die Belastung dieses Haushaltes durch Spenden und gerne auch eine Crowdfunding-Aktion minimiert würde.


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