Audio­thek


Eine selbst­ge­stell­te Auf­ga­be der Bür­ger­stif­tung Bad Bent­heim ist die Auf­ar­bei­tung regio­na­ler Geschich­te.

Was die dies­be­züg­li­che Lite­ra­tur angeht, ist das bereits in gro­ßem Umfang geleis­tet wor­den, nun beginnt die Ver­wirk­li­chung eines wei­te­ren Ziels: das regio­na­le (platt­deut­sche) Spracht­um zu för­dern und zu erhal­ten.

Im Lau­fe der Jahr­hun­der­te hat sich die platt­deut­sche Spra­che gewan­delt, auch in der Graf­schaft Bent­heim. Aber die Fra­ge der Unter­schie­de steht weit zurück hin­ter dem Bemü­hen, das­je­ni­ge auf­zu­zeich­nen, was mut­ter­sprach­li­che Plattsnacker(innen) heu­te noch vor­le­sen oder rezi­tie­ren kön­nen. Ob ein gedruck­tes Buch frü­her oder spä­ter digi­ta­li­siert wird, ist uner­heb­lich, solan­ge das his­to­ri­sche Exem­plar ver­füg­bar bleibt. Wenn aber die­je­ni­gen nicht mehr zur Ver­fü­gung ste­hen, die die­se war­me Spra­che unan­ge­strengt und auf natür­li­che Wei­se spre­chen, dann ist es zu spät, und das wäre sehr scha­de: Platt­deutsch ist eine Spra­che, die zu Her­zen geht und in der z. B. Vie­les aus­ge­spro­chen wer­den kann, was sich in Hoch­deutsch nicht sagen lässt, ohne Ärger/Verdruss zu ver­ur­sa­chen.

In loser Fol­ge will die Bür­ger­stif­tung daher den Ver­such unter­neh­men, loh­nen­de Wer­ke, von enga­gier­ten Men­schen vor­ge­le­sen, auf­zu­zeich­nen und all­ge­mein zugäng­lich zu machen. Mit die­ser Arbeit ver­knüp­fen wir die Hoff­nung, dass sich immer mehr jun­ge Men­schen ein­fin­den wer­den, die sich der platt­deut­schen Spra­che hin­ge­zo­gen füh­len, denn gera­de sie kön­nen den Anschluss an die Gegen­wart leis­ten. Die Ver­öf­fent­li­chung auf unse­rer Home­page ist ein Weg, alle Inter­es­sier­ten an die­sem Bemü­hen teil­ha­ben zu las­sen.

Wir wün­schen daher allen viel Freu­de beim Ent­de­cken und ermun­tern Sie, öfter in die­ser Rubrik unse­rer Web­sei­te nach­zu­se­hen, ob es schon etwas Neu­es gibt.

Dr. Horst Otto Mül­ler, 2016