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Batavia Portal

Das Batavia Portal ist Teil des Projekts Sandstein-Skulpturen-Pfad.

  • Juni 2017 – heute
  • Bad Bentheim

Vorgeschichte und Planungen

1628

Mitten im 30jährigen Krieg wurde unser Sandstein von der VOC (Vereinigte Ostindische Kompanie) für so wertvoll angesehen, dass er das Hauptportal der VOC Festung in Batavia, heute Djakarta, schmücken sollte.

1629

Schiffbruch und Untergang der „Batavia“ mit 137 Steinen für das Portal an der damals noch unbekannten Westküste von Australien.

1963

Entdeckung des Schiffswracks durch australische Fischer und von 1972-76 Bergung des Wracks durch australische Meeresarchäologen und mit ihm die Steine, die zusammengesetzt ein Portal ergaben: Hauptattraktion im Museum in Geraldton, die Reste des Wracks sind im Maritime Museum in Fremantle ausgestellt mit einer originalgroßen Nachbildung des Portals. Welch eine Wertschätzung unseres Sandsteins am andern Ende der Welt!

2014-2016

Universität Paderborn und die TU Darmstadt: Projekt „Sandstein als globales Kulturgut“. Ziel: Indizien für eine Vorfabrikation und Modulbauweise in vorindustrieller Zeit zu finden. Im Rahmen des Projektes wurde das Batavia Portal mittels Photogrammmetrie aufgenommen, dokumentiert und ausgewertet. Aus diesen Daten erhielten die Wissenschaftler ein maßstabgetreues, steingerechtes, digitales 1:1 3D Computermodell: eine Grundlage, um die Größe der Steine zu ermitteln.

2019

Maritime Museum Fremantle: Bereitstellung eines umfangreichen Datensatzes mit den genauen Abmessungen aller Sandsteinblöcke des Portals.
Rekonstruktion des Renaissance-Portals im Rahmen eines Bürgerprojektes: Jeder Bürger und Gast kann sich im Sandsteinmuseum über die Geschichte der Batavia informieren; als Zeitspender, Ideenspender und Geldspender den Aufbau unterstützen. Das Portal wird im Schlosspark errichtet und mit mehreren Bänken aus Sandstein halbkreisförmig nach Norden ergänzt als Ort der Ruhe und Besinnung mit Blick auf die Burg. Ein Foliendruck in Originalgröße ist im April im Schlosspark aufgestellt worden.

April 2020

Ein Bentheimer spendet Sandsteine aus seinem abgebranntem Haus, die voraussichtlich für die Platzgestaltung rund um das Tor genutzt werden sollen.

Bautagebuch

Nach den Planungen und Genehmigungen der Bauhütte am Sandsteinmuseum beginnt der Bau. Es gilt nun vor allem, die durch Corona bedingten Verfügungen einzuhalten. Die Ehrenamtlichen arbeiten teilweise nur in Zweier-Teams. 

August 2020

Ein Baucontainer wird aufgestellt und der Standort der Steinmetzhütte wird ausgemessen. Während das angelieferte Bauholz gestrichen wird, werden Fundamentlöcher gegraben. Danach werden die Gebinde aufgestellt und Pfosten und Zangen miteinander verschraubt. Die Fundamte werden betoniert und das Pflaster über den Fundamenten wiederhergestellt. Das Rohgerüst der Hütte steht. 

September/Oktober 2020

Schrägstreben zur Stabilisierung der Steinmetzhütte werden angebracht, ein Metallträger für die Seilwinde wird angefertigt und montiert. Die Bretter für die Windverkleidung werden gestrichen und montiert, die Dachlattung wird aufgebracht. Zwei gusseiserne Fenster werden entrostet, gestrichen und eingebaut. Ein Stromkabelanschluss wird gelegt. 

November/Dezember 2020

Die Giebelbretter und die Traufenverkleidungen werden angebracht. Das Dach wird eingedeckt. Die Hütte ist jetzt winterfest.

Januar/Februar/März 2020

Die Fenster erhalten ihre endgültige Verglasung und werden versiegelt. Ein Stromverteilungskasten wird angeschlossen, die Elektrik in der Hütte wird installiert. Eine über Bewegungsmelder gesteuerte Alarmanlage sowie ein verschließbarer Absperrzaun sollen die Steinmetzhütte schützen. Sie ist jetzt im Wesentlichen fertigstellt und die Steinmetze können mit der Bearbeitung der Sandsteine für das Portal beginnen. 

Nachdem die Arbeiten an der Steinmetzhütte vollendet sind, beginnen die Arbeiten am Batavia-Portal. 

März/April 2021

Die Windfedern am Dach der Hütte werden gestrichen und angebracht. Der Deckenkran wird montiert. Die Hütte ist nun einsatzbereit. Die im Gildehauser Steinbruch gebrochen Sandsteine werden vom Steinmetzbetrieb Monser, Nordhorn, auf Größe geschnitten. Danach werden die ersten Blöcke im Steinmetzbetrieb Rössler-Lansmann, Bad Bentheim, angeliefert. Die Bearbeitung der ersten Steine beginnt. Mit dem Zusammenfügen der Bewehrungskörbe beginnen die Vorbereitungen für den Bau des Fundamentes. Der Standort des Tores im Schlosspark wird endgültig festgelegt. 

Mai 2021

Am Standort des Batavia-Portals wird eine Grundwasserabsenkung vorgenommen, die Fundamentlöcher werden ausgebaggert. Nachdem die Bewehrungskörbe positioniert sind, wird der Beton in die Fundamentlöcher eingebracht. Der Arbeitsplatz für die Steinmetze zum „Steinkloppen“ in der Steinmetzhütte wird vorbereitet, die ersten Blöcke werden angeliefert. Die Steinmetzhütte wird am 28. Mai in Betrieb genommen. 

Juni 2021

Neben der Bearbeitung der Sandsteine bei Rössler-Lansmann werden an verschiedenen Tagen, für die Öffentlichkeit frei zugänglich, Blöcke in der Steinmetzhütte im Schlosspark bearbeitet. 


Eine ausführliche Darstellung des Projekts finden Sie auch in den beiden Folgen in „Der Grafschafter“:


Unterstützer werden

Für die Realisation des Batavia-Portals bittet die Bürgerstiftung Bad Bentheim um eine Spende auf eines der folgenden Konten.

Kreissparkasse Bad Bentheim:
IBAN: DE30 2675 0001 0151 1878 87
BIC: NOLADE21NOH

Grafschafter Volksbank:
IBAN: DE87 2806 9956 5730 0003 00
BIC: GENODEF1NEV

Oldenburgische Landesbank:
IBAN: DE07 2802 0050 6549 9998 00
BIC: OLBODEH2XXX

Eine Zuwendungsbestätigung wird zeitnah zugestellt.


Pressestimmen