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Bürgerstiftung will kulturelle Akzente setzen

Bürgerstiftung will kulturelle Akzente setzen

dk Bad Bentheim.
Nicht nur für die Satzung, die dem Finanzamt und im Ministerium vorgelegt werden muss, sondern auch für die Gründungsversammlung am 19. Februar hat die „Bürgerstiftung Kunst und Kultur“ in Bad Bentheim kostenlose professionelle Hilfe der Initiative Bürgerstiftungen in Anspruch nehmen müssen. Denn die praktische Umsetzung dieser in der Stadt schon lange diskutierten Idee ist alles andere als einfach.

Die gemeinnützige, bislang im Landkreis einmalige und selbstlose Einrichtung „von Bürgern für Bürger“ soll nachhaltig und dauerhaft bürgerliches Engagement für die Stadt Bad Bentheim organisieren. Zweck der Stiftung ist es, im Stadtgebiet Kunst und Kultur mit den Schwerpunkten Bildung und Erziehung, Jugend- und Altenpflege, sowie Brauchtums- und Heimatpflege nachhaltig zu fördern und zu entwickeln. Ein Kuratorium, bestehend aus bis zu acht ehrenamtlichen Personen, wird die Geschäfte der Stiftung führen. Seine Hauptaufgabe ist die Entscheidung über die Verwendung der Erträge aus dem Stiftungskapital und von Spenden. Das Kuratorium wird von der Stifterversammlung gewählt.

Durch einen einmaligen, steuerlich abzugsfähigen Betrag von 1000 Euro kann jeder Stifter und somit auf Lebenszeit Mitglied der Stifterversammlung werden. Das Stiftungskapital bleibt dauerhaft erhalten. Eine Besonderheit der Bad Bentheimer Bürgerstiftung ist, dass sie nicht nur fördernd wirkt, sondern auch bereits bestehende Angebote vernetzen und eigene Impulse für die Bürger der Stadt geben soll. Projekte der Bürgerstiftung könnten Ausstellungen, Theateraufführungen, Generationendialoge, Kurse für Kinder und Jugendliche sowie Wettbewerbe sein. Als erstes Projekt vorgenommen haben sich die Verantwortlichen eine „Lange Nacht der Museen“, die erstmals in der Grafschaft stattfinden soll, sobald das im Umbau befindliche „Museum Am Herrenberg“ mit Werken holländischer Meister seine Tore öffnet. Beteiligt sein sollen an dem Projekt auch die Burg mit dem Ruisdael-Gemälde, das Pankok- und das Hartmann-Museum.

Bürgerinnen und Bürger, die die Stiftung finanziell und ideell unterstützen möchten, sind dazu eingeladen. Bisher haben die Initiatoren 70 Stifter gewinnen können, also mehr als die auf jeden Fall angepeilten 50. Gewünscht – und optimistisch angestrebt – hatte man 100 gleichberechtigte Gründungsstifter. Es gibt aber offenbar viele positive Rückmeldungen und die Zusage von Zustiftungen und Spenden. Gerade Spenden könnten für konkrete Projekte verwendet werden, denn die nicht antastbare Substanz des Gründungskapitals wird zunächst nicht sehr viel Ertrag erbringen.

Die Gründerversammlung findet am Dienstag, 19. Februar, 18.30 Uhr, im Kurhaus statt. Informationen über die Bürgerstiftung und zur Gründung gibt es unter www.buergerstiftung-badbentheim.de oder telefonisch bei Dr. Angelika Rieckeheer, Telefon (05922) 6759, Karin Oltmanns, Telefon (05922) 904400 und Christoph Grunewald, Telefon (05924) 787238.

Zu einem letzten Informationstreffen erwarten die Initiatorinnen und Initiatoren Dieter Isensee, Regionalkurator der Initiative Bürgerstiftungen (www.die-deutschen-buergerstiftungen.de), am 28. Januar um 18 Uhr im Sitzungssaal des Bad Bentheimer Rathauses, Schlossstraße 2. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind auch zu dieser Veranstaltung eingeladen.

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