Theaterstück: „Ein Deutsches Leben“

Zur Feier des zehnjährigen Bestehens lud die Bürgerstiftung am Sonntag, 28. April 2024, zum Theaterstück „Ein Deutsches Leben“ ins Forum des Burg-Gymnasiums Bad Bentheim ein. Brigitte Grothum spielte allein auf der Bühne die Sekretärin Brunhilde Pomsel, die im Büro von Propagandaminister Goebbels arbeitete.

Auf einen Blick

  • Datum: Sonntag, 28. April 2024, 17 Uhr; zusätzlich eine geschlossene Schulvorstellung am Montag, 29. April 2024, 10 Uhr
  • Ort: Forum des Burg-Gymnasiums Bad Bentheim
  • Aufgabenfeld: Kunst und Kultur
  • Beteiligt: Bürgerstiftung Bad Bentheim, Schlossparktheater Berlin, Burg-Gymnasium, Missionsgymnasium Bardel
  • Förderung: Grafschafter Volksbank, Bentheimer Eisenbahn AG; außerdem unterstützten das Hotel Grossfeld (Unterbringung der Künstlerin) und die Stadt Bad Bentheim
  • Eintritt: 12 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr, nummerierte Plätze; Dauer etwa 75 Minuten ohne Pause
  • Stand: abgeschlossen, April 2024

Worum geht es?

Die Bürgerstiftung wurde 2013 gegründet und war 2023 zehn Jahre alt. Dieses Jubiläum feierte sie 2024 gemeinsam mit der Grafschafter Bevölkerung. Stiftungsratsmitglied Bernd Aalken holte dafür das Solostück „Ein Deutsches Leben“ vom Schlossparktheater Berlin (Leitung: Dieter Hallervorden) in die Kurstadt, das seit vielen Jahren erfolgreich gespielt wird.

Das Stück erzählt das Leben von Brunhilde Pomsel (geboren 1911). Sie wuchs im Berlin der 1920er Jahre auf und arbeitete als Sekretärin, ab 1933 beim Rundfunk, ab 1942 im Büro von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels. Sie sah sich selbst als „unpolitisch“. Das Stück beruht auf Gesprächen mit ihr, die sie mit 102 Jahren für den Film „Ein deutsches Leben“ (2016) führte, und zeigt die Sicht einer Mitläuferin. Es fragt, wie wenig es braucht, damit Menschen eine nahende Katastrophe nicht wahrnehmen wollen.

Die öffentliche Aufführung war am 28. April 2024 um 17 Uhr, Karten gab es im Vorverkauf und an der Abendkasse ab 16.15 Uhr. Am Montag, 29. April 2024, um 10 Uhr folgte eine geschlossene Vorstellung für Schülerinnen und Schüler des Missionsgymnasiums Bardel und des Burg-Gymnasiums.

Was wurde erreicht?

Die Stiftung feierte ihr Jubiläum mit einem Abend, der zum Nachdenken anregte. Brigitte Grothum zeigte in 75 Minuten, wie sich die Figur zur Mitläuferin entwickelte, und machte das nach Einschätzung der Stiftung glaubhaft. Mit der Schulvorstellung erreichte das Stück auch junge Menschen zweier Gymnasien.