Die Bürgerstiftung plant einen Ruisdael-Weg, der Orte rund um die Burg Bentheim verbindet, von denen aus der niederländische Maler Jacob van Ruisdael im 17. Jahrhundert die Burg gemalt hat. Das Projekt wurde am 27. Januar 2024 im Rijksmuseum Twenthe vorgestellt, zum 400. Geburtstag des Malers im Jahr 2028.
Auf einen Blick
- Zeitraum: seit 2024, geplant bis zum Jubiläumsjahr 2028
- Ort: Bad Bentheim, rund um die Burg und in der Funkenstiege
- Aufgabenfeld: Brauchtum und Heimat
- Beteiligt: Bürgerstiftung Bad Bentheim, Hanni und Peter Nacken-Stiftung, Rijksmuseum Twenthe (Zusammenarbeit zum Jubiläumsjahr 2028)
- Förderung durch die Stiftung: eigenes Projekt der Stiftung; zwei Standorte fördert die Hanni und Peter Nacken-Stiftung
- Stand: laufend; die Angaben unter „Was wurde erreicht?“ gelten für den Stand Dezember 2025
Worum geht es?
Jacob van Ruisdael (1628/29 bis 1682) zählt zu den bedeutendsten niederländischen Landschaftsmalern des 17. Jahrhunderts. Auf seiner einzigen größeren Reise kam er ab 1650/51 in die Grafschaft Bentheim. Die Burg malte er aus mehreren Blickrichtungen, rund ein Dutzend Gemälde zeigen sie. Zwei Originale sind heute in Bad Bentheim zu sehen, im Museum am Herrenberg und auf der Burg.
Die Bürgerstiftung möchte diese Orte mit einem „Ruisdael-Rundweg“ verbinden. Besucherinnen und Besucher sollen an den Standorten erleben, wie der Maler die Burg gesehen hat. Die Idee wurde am 27. Januar 2024 im Rijksmuseum Twenthe in Enschede vorgestellt, das dort die Ausstellung „Onderweg naar Bentheim“ zeigte (4. November 2023 bis 4. Februar 2024). Beide Seiten vereinbarten eine Zusammenarbeit zum Jubiläumsjahr 2028, in dem Ruisdael 400 Jahre alt geworden wäre.
Geplant ist der Weg in drei Schritten. Zuerst entsteht der Rundweg um die Burg mit den „Ruisdael-Blicken“. Danach soll ein längerer Weg für Radfahrerinnen und Radfahrer die Ruisdael-Blicke in der Obergrafschaft (Gildehaus, Bentheim und Schüttorf) verbinden, zuletzt ein noch größerer Weg zu Orten in der Umgebung, die Ruisdael bereist hat, etwa Ootmarsum und Oldenzaal. Die Fertigstellung der beiden längeren Wege war nach den ersten Plänen von 2024 für Sommer 2026 und Sommer 2027 vorgesehen.
Was wurde erreicht?
Das Projekt war im Jahr 2025 weiterhin Schwerpunkt der Vorstandsarbeit. Stand Dezember 2025:
- Für die ersten zwei Standorte, den Platz am Rosenbeet und den Drususfelsen in der Funkenstiege, bereitete die Stiftung Kostenschätzungen vor.
- Ein dritter Standort am Speicherbecken wurde zurückgestellt, bis die Baustraße im Baugebiet Schulte-Kolthoff fertig ist. So soll verhindert werden, dass die neue Bebauung die Sicht versperrt.
- Den vierten Standort („Bahnhof Süd“) will die Stiftung erst im Herbst 2026 konzipieren.
- Zwei Standorte werden von der Hanni und Peter Nacken-Stiftung finanziell gefördert.
- Für 2026 war eine Einladung von Vertreterinnen und Vertretern des Rijksmuseums Twenthe vorgesehen, um sich auszutauschen und die geplanten Standorte zu besichtigen.
Zum Internationalen Museumstag am 18. Mai 2025 beteiligte sich die Stiftung im Museum am Herrenberg mit einem Puzzle-Spiel für Kinder: Aus einem Bild Ruisdaels, einer Ansicht der Burg, sollte ein Puzzle zusammengesetzt werden, drei Ansichten standen zur Auswahl.
Weitere Informationen
- „Ruisdaels Blick auf die Burg Bentheim“, Serie in „Der Grafschafter“ vom 2. Mai 2024 (PDF, Museum am Herrenberg)
- „Reizen met Ruisdael“, Radroute in Twente zur Ausstellung (niederländisch, Landschap Overijssel)

